201407.29
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Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) hat am Freitag den Entwurf eines IDW Standards: Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW ES 11) veröffentlicht.

Das IDW verweist darauf, dass „auch 15 Jahre nach Inkrafttreten der Insolvenzordnung nicht abschließend geklärt ist, wann genau ein Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen muss. So wird diskutiert, ob eine zwar geringfügige, aber dauerhafte Liquiditätslücke den Gang zum Amtsgericht erfordert. Auch war lange umstritten, ob künftig fällig werdende Verbindlichkeiten bei der Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit zu berücksichtigen sind – bis der Strafsenat des BGH dies mit einem Beschluss vom 21.08.2013 (Az. 1 StR 665/12) bestätigt hat. Spätestens mit dem durch das ESUG neu geschaffenen Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO hat die konkrete Abgrenzung der Insolvenzeröffnungsgründe zudem an Bedeutung gewonnen.

Vor diesem Hintergrund hat das IDW den Entwurf eines IDW Standards: Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW ES 11) erarbeitet. Mit diesem Standard sollen der IDW Prüfungsstandard: Beurteilung eingetretener oder drohender Zahlungsunfähigkeit bei Unternehmen (IDW PS 800) und die IDW Stellungnahme des Fachausschusses Recht 1/1996: Empfehlungen zur Überschuldungsprüfung bei Unternehmen an die aktuelle Rechtslage und Rechtsprechung angepasst und in einem Papier zusammengefasst werden.

Stellungnahmen zu dem Entwurf können bis zum 12.12.2014 abgeben werden.“

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