201511.04
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IASB veröffentlicht Leitlinien für die Anwendung von Wesentlichkeit im IFRS-Abschluss

Das IASB hat am 28. Oktober 2015 den Entwurf eines Practice Statements zur Anwendung von Wesentlichkeitsüberlegungen bei der Erstellung von Jahresabschlüssen veröffentlicht, um der Geschäftsführung Leitlinien für die Frage, welche Informationen anzugeben sind, zu geben.


Die Veröffentlichung dieser Leitlinien folgt auf die Herausgabe von zwei Entwürfen des US Financial Accounting Standards Board (FASB), das in der vorherigen Woche Vorschläge zur Klarstellung des Wesentlichkeitskonzeptes für Jahresabschlussersteller veröffentlicht hat. Beide Entwürfe dienen dem Ziel, die Geschäftsführung dabei zu unterstützen, Jahresabschlüsse zu erstellen, die die Informationen auf klare und effektive Weise darstellen und bei denen eine Überfrachtung mit Angaben eliminiert wird („disclosure overload“).
Nach der Auffassung des IASB sollen Jahresabschlüsse ein Mittel der Kommunikation und nicht nur eine Compliance-Übung darstellen. Die Leitlinien sollen dabei unterstützen, unnötige Angaben oder Wiederholungen zu vermeiden und wurden als Ergänzung zur Änderung des IAS 1 entwickelt, der in 2014 dahingehend angepasst wurde, dass Angaben nicht erforderlich sind, wenn die Information unwesentlich ist. Die Verwendung der Angaben in den Standards als IFRS Checkliste kann zu unverhältnismäßigen Angaben von unwesentlichen Informationen führen, die die Jahresabschlüsse schlechter lesbar machen und die wichtigen Informationen verschleiern. Im Practice Statement finden sich Erläuterungen zu folgenden Aspekten:
• die Merkmale von Wesentlichkeit
• die Anwendung des Wesentlichkeit bei Entscheidung über Darstellung und Angaben von Angaben im Abschluss
• die Beurteilung, ob Auslassungen und Fehler von Informationen wesentlich für den Abschluss sind.

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